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Das Portal-Team stellt sich vor

Der Aufbau des neuen FID-Portals schreitet zügig voran! Nachdem Gunther Kunze, Koordinator dieses Projektteils, bereits letztes Jahr in diesem Beitrag die Grundfunktionalitäten des Portals skizziert hat, können wir nun berichten, dass unsere Datenbank für Expert:innen der Lateinamerika- und Karibikforschung im deutschsprachigen vermutlich Anfang 2023 veröffentlicht werden kann.

In den nächsten Schritten werden dann sukzessiv auch die Themenportale zur lateinamerikanischen Populärliteratur und zu lateinamerikanischen und karibischen Kulturzeitschriften aufgebaut, für die Isabella Maasberg und Daniel Cuesta Ágredo inhaltlich zuständig sind.

Der schnelle Fortschritt wäre nicht möglich gewesen ohne Siegfried Schweizer und Natàlia Ribés Gozalbo, die sich hier vorstellen.

Erzählt ein wenig über euch! Was ist euer Hintergrund? Was habt ihr gemacht, bevor ihr Teil des FID-Teams wurdet?

Natàlia: Ich komme aus dem Bereich der Kommunikationswissenschaften und in Berlin habe ich bisher im Online-Marketing gearbeitet. Für mich ist dieser Job eine Chance, mich beruflich neu zu orientieren. Die Arbeit in einer öffentlichen Einrichtung ist ganz anders als das, was ich bisher kannte, und ich bin sehr froh, in einer Einrichtung wie dem Ibero-Amerikanischen Institut im Bereich der Kultur arbeiten zu können.

Siegfried: Als Ingenieur und Informatiker prädestiniert mich meine langjährige Tätigkeit im Bereich von Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen, namentlich der Staatsbibliothek zu Berlin und dem Deutschen Museum in München, zu dieser Aufgabe. Ich schließe mich Natàlia in ihrer Aussage zum IAI voll und ganz an und möchte noch ergänzen, dass ich eine solche Tätigkeit in einem geisteswissenschaftlichen Umfeld als höchst angenehm und inspirierend empfinde.

Welche Aufgaben übernehmt ihr innerhalb des Projekts?

Natàlia: Meine Aufgabe ist, mich um das kontrollierte Vokabular der Expert:innen-Datenbank zu kümmern und die Übersetzung der Inhalte ins Spanische.

Siegfried: Ich nehme alle Programmieraufgaben wahr, die anfallen, und zwar sowohl im „Backend“, also serverseitig, als auch im „Frontend“, also clientseitig. Außerdem kümmere ich mich um die Administration sowohl von Webserver- und Datenbanksoftware als auch von Suchmaschinen- und Versionierungstechnologie. Man spricht daher auch von „Fullstack DevOp“.

Könntet Ihr ganz kurz – für Menschen, die technisch nicht so versiert sind – erklären, was das Programmieren eines solchen großen Portals und einer Datenbank so herausfordernd macht?

Natàlia: Das kann Herr Schweizer sehr gut erklären …

Siegfried: Die Herausforderung ist weitgehend dieselbe wie in allen vergleichbaren Projekten: Dass Informatik nämlich stets nur mit Logik und dem Prinzip von Ursache und Wirkung zu tun habe, ist ein großer Irrtum. Vielmehr ist es so, dass man zaubern können muss. Manch Algorithmus, auch wenn von mir selbst entworfen und umgesetzt, übersteigt dennoch mein Vorstellungsvermögen. Das klingt unlogisch und das ist es auch, trotzdem funktioniert es.

Was sind für euch besondere Herausforderungen – positiv wie negativ – an euren jeweiligen Tätigkeiten?

Natàlia: Für mich die größte Herausforderung ist die große Menge an Vokabeln, die uns zur Verfügung steht, und die Notwendigkeit, zu selektieren. Und was ich am meisten mag, ist das Übersetzen und dass ich oft selbst über die verschiedenen Länder ein bisschen recherchieren muss, und das macht Spaß.

Siegfried: Positiv: Das immerwährende Dazulernen, das für meinen Beruf typisch ist; das Erfolgserlebnis insbesondere dann, wenn eine besonders knifflige Aufgabe gelöst werden konnte; eleganten und leicht nachvollziehbaren Code zu schreiben; speziell am IAI vor allem auch die Gelegenheit, mich endlich eingehend mit der spanischen Sprache befassen zu können.
Negative Aspekte meiner Arbeit kann ich keine feststellen.

Zum Abschluss noch eine kurze Frage: Was ist eure Vision für das Portal des Fachinformationsdienstes Lateinamerika, Karibik und Latino Studies?

Natàlia: Ich persönlich würde mir wünschen, dass es zu einem Referenzportal für alle Forscher:innen auf diesem Gebiet wird. Ein praktisches Instrument für Expert:innen, um miteinander zu kommunizieren und sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Siegfried: Natàlia hat schon alles gesagt, so dass ich mir auch hier nur bleibt, mich ihr voll und ganz anzuschließen. Allerdings gefiele mir die Vision, dies Portal auch längerfristig weiter zu pflegen und zu entwickeln, auch nicht gerade schlecht 😄

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